Die Digitalisierung macht auch vor der Baubranche keinen Halt. Besonders das Building Information Modeling (BIM) etabliert sich als digitale Arbeitsmethode. Nicht nur Großunternehmen setzen darauf, sondern auch kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). Allerdings gehört BIM bei dieser Gruppe noch lange nicht zum Alltag. Diese Erkenntnis lässt sich aus den Ergebnissen der Befragung des Kooperationsprojektes BIM.Ruhr ziehen.
Die Umfrage zeichnet ein deutliches Bild der Digitalisierung von KMU aus der Baubranche: Fast alle Betriebe kennen die digitale Arbeitsmethode Building Information Modeling (BIM) zwar, aber weniger als die Hälfte von ihnen arbeitet bereits aktiv mit BIM. Die Gründe dafür sind divers.
Gut festgehaltene Muster-Projekte sowie die Erstellung von BIM-Dokumenten wie Auftraggeberinformationsanforderungen (AIA) und BIM-Abwicklungspläne (BAP) würden unter anderem Abhilfe für die Gewerke schaffen.
Die Ergebnisse nach Kategorien
BIM: Kenntnisse & Erfahrungen
Aus den ausgewerteten Fragebögen geht hervor, dass besonders Bauunternehmen aus dem Wohnungs- und Gewerbebau (Hochbau) BIM anwenden, gefolgt von den Architekten, den Vermessungstechnikern, dem Tiefbau sowie der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA).
Der BIM-Einsatz bei KMU ist in Relation zur Projektanzahl noch sehr gering. Fast die Hälfte aller KMU gaben an, dass die digitale Arbeitsmethode bei noch nicht einmal jedem vierten abgewickelten Projekt angewendet wird.
BIM im Arbeitsalltag
Die kleinen und mittelständischen Unternehmen sind insgesamt gegenüber BIM positiv eingestellt. Sie sehen die möglichen Vorteile und versprechen sich vor allem eine gesteigerte Effizienz bei sämtlichen Arbeitsprozessen.
Laut der Umfrageauswertung wird BIM bislang vor allem für vertraute Zwecke verwendet und viel Potential bei der Optimierung der Arbeitsprozesse bleibt ungenutzt.
Meinungen & Stimmen zu BIM
Kleine und mittelständische Betriebe sehen sich einigen Hürden gegenüber, die den Einsatz von BIM in Ihrem Unternehmen erschweren. Es fehlen einheitliche Standards und Referenzprojekte sowie geeignete gewerkeübergreifende Programme, die die digitale Arbeitsmethode für den alltäglichen Einsatz profitabel und zielführend macht.
Insgesamt haben 50 KMU-Betriebe aus der Bauwirtschaft an der Umfrage „Digitalisierung in der Baubranche: Stimmungsbild zu Building Information in kleinen und mittelständischen Betrieben“ im Frühjahr 2021 teilgenommen. Die Firmen sind hauptsächlich in Nordrhein-Westfalen, größtenteils im Ruhrgebiet, ansässig. Die Befragung fand im Rahmen des Projekts BIM-Ruhr statt und wurde von der Universität Duisburg-Essen und der Hochschule Bochum durchgeführt.
Der obere Teil ist nur ein kurzer Auszug der Auswertung. Um die vollständigen Umfrage-Ergebnisse zu erhalten, klicken Sie auf den unteren Button, um zum kostenlosen Download zu gelangen.



