Nach über fünf Jahren endet das bundesweite Projekt „Kompetenzzentrum Digitales Handwerk (KDH)“. Die Ergebnisse und Erkenntnis sind jedoch nicht verloren. Im Gegenteil: Das Anschlussprojekt „Mittelstand-Digital Zentrum Handwerk (MDH)“ knüpft nahtlos an die bisherige Arbeit an. Unter neuem Namen und Logo wird die Digitalisierung im Handwerk weiter vorangetrieben.
Seit 1. Juli 2021 ist es als Mittelstand-Digital Zentrum Handwerk (MDH) mit neuer Struktur, geschärfter inhaltlicher Ausrichtung, einem größeren Team und einem neuen Namen Ansprechpartner für Handwerksbetriebe bei Fragen zur Digitalisierung und für Innovations- und Zukunftsthemen, die das Handwerk bewegen. Für das neue Förderprojekt des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) im Rahmen der Förderrichtlinie „Netzwerk Mittelstand-Digital“ hat der ZDH die Konsortialleitung übernommen.
Das Anschlussprojekt Mittelstand-Digital Zentrum Handwerk ermöglicht nun neben den bisherigen Angeboten insbesondere eine Fokussierung auf gewerkspezifische sowie gewerkübergreifende Lösungen.

„Mit dem neuen Mittelstand-Digital Zentrum Handwerk knüpfen wir nahtlos an die erfolgreiche Aufbauarbeit des KDH an und können im Rahmen der neuen Förderrichtlinie weitere Informations-, Umsetzungs-, Vernetzungs- und Qualifizierungsangebote entwickeln, um unsere Betriebe noch besser auf dem Weg ihrer digitalen Transformation zu begleiten – getreu unserer Mission: Das Handwerk digital und fit für die Zukunft zu machen. Die Digitalisierung ist im Handwerk und im Bewusstsein der Unternehmerinnen und Unternehmer angekommen. Dazu hat in den letzten fünfeinhalb Jahren auch das KDH mit seinen umfassenden Unterstützungsangeboten für Handwerksbetriebe einen entscheidenden Beitrag geleistet.“
Hans Peter Wollseifer, ZDH-Präsident
Projektfazit: Grundstein gelegt
Im Jahr 2016 als Projekt des BMWi gestartet, hat sich das KDH bundesweit als Ansprechpartner für Handwerksbetriebe mit Digitalisierungsvorhaben etabliert. An bislang sieben Standorten wurden passfähige Informations- und Unterstützungsangebote entwickelt.
Neben der Wissensvermittlung über die Einsatzmöglichkeiten digitaler Technologien wurden vor allem Hilfestellung bei der praktischen Umsetzung in den Betrieben gegeben. Über 100.000 Handwerker haben an den Informationsveranstaltungen und Workshops des KDH in den vergangenen Jahren teilgenommen.
Neue Partner und Erweiterung der Schaufenster
Das bestehende Projektkonsortium wird durch neue Partner ergänzt und die Expertise erweitert: So konnte als weiteres wissenschaftliches Institut das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) als neuer Partner gewonnen werden, um gemeinsam passfähige Lösungen für das Handwerk zu entwickeln und relevante Zukunftsthemen zu bearbeiten.
Der Zugang in die Bildungsstätten wird fortan mit der Zentralstelle für Weiterbildung im Handwerk (ZWH) sichergestellt, um die Digitalisierung auch in diesem Bereich stärker zu verankern. Zuwachs gibt es auch unter den anwenderorientierten „Schaufenstern“: So kann mit dem Fraunhofer InHaus-Zentrum als neuem Partner das Thema SmartHome in einem ganzen Haus als Demonstrationsstandort für die Handwerksbetriebe abgebildet und greifbar gemacht werden.
