Das Thema Digitalisierung ist nicht nur ein Dauerthema in den Medien, sondern schwebt auch über jedem Handwerksunternehmen. Was muss ein Betrieb machen, um auch zukünftig bestehen zu können? Wie muss sich das Unternehmen aufstellen? Welche Möglichkeiten gibt es? Insgesamt zeichnet sich ein klares Stimmungsbild ab: Handwerksunternehmen erkennen das Potential der Digitalisierung, jedoch gibt es auch einige Zweifel und die Forderung nach Unterstützung wird lauter.
Die aktuelle Studie im Auftrag des Digitalverbands Bitkom und des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), für die 502 Handwerksbetriebe in Deutschland repräsentativ befragt wurden, zeigt auf, wie die Stimmungslage und die Meinung der Handwerksbetrieb zum Thema Digitalisierung ist. Insgesamt zwei Drittel (66 Prozent) der Unternehmen sehen in der Digitalisierung grundsätzlich eine Chance.
Mehr als die Hälfte der Betriebe (54 Prozent) gibt an, dass die Digitalisierung zur Existenzsicherung des eigenen Unternehmens beiträgt. Gleichwohl ist die Digitalisierung für jeden zweiten Handwerksbetrieb in Deutschland (56 Prozent) eine Herausforderung. 36 Prozent geben an, Probleme dabei zu haben, die Digitalisierung im eigenen Unternehmen zu bewältigen, 13 Prozent betrachten sie gar als Risiko.
„Wichtig ist, dass sich alle Betriebe mit dem Thema Digitalisierung beschäftigen, um auch künftig am Markt bestehen zu können. Wir müssen und werden unsere Handwerksbetriebe noch stärker bei der Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen unterstützen. Hier liegt noch großes Potential. Die Unternehmen können ihre Produkte und Dienstleistungen durch die Digitalisierung auf ganz neue Weise anbieten. Dadurch werden sie nicht nur serviceorientierter, sie bleiben vor allem wettbewerbsfähig. Darüber muss sich jeder Handwerksbetrieb heute im Klaren sein.“
ZDH-Geschäftsführer Karl-Sebastian Schulte
Nur jeder fünfte Handwerksbetrieb (19 Prozent) sagt bislang, die Digitalisierung habe Einfluss auf das eigene Geschäftsmodell. Und lediglich 21 Prozent bieten neue Produkte und Dienstleistungen an.
Deutlich wird aber auch: Zwei Drittel der Handwerksunternehmen erwarten Unterstützung bei der Digitalisierung. Dabei nehmen die Betriebe besonders Handwerkskammern und Fachverbände in die Verantwortung, von denen Sie mehr Unterstützung bei der gesamten Thematik wünschen.



